KIGO zum 14.6.2020

Das große Abendmahl – an Gottes Tisch ist Platz für alle

Lukas 14,15-24
Eine Bildergeschichte
Bilder und Text: Maritta Thalwitzer

Ein reicher Mann,- ihr seht ihn hier mit seiner roten Jacke und dem weißen Hut -, lud seine Freunde zu einem großen Abendmahl ein. Er schrieb eine Einladung auf einen großen weißen Bogen und beauftragte seinen Knecht zu den Freunden zu gehen und sie einzuladen

Der Knecht lief los und lud den ersten Freund ein. Es war ein reicher Gutsbesitzer. Dieser sagte: „Ich habe einen Acker gekauft, darum muss ich mich kümmern. Bitte entschuldige mich bei deinem Herrn!“

Der Knecht lief weiter.  Ein anderer Bauer sprach: „Ich habe einen Ochsen gekauft und muss ihn versorgen. Bitte entschuldige mich bei deinem Herrn!“

Und ein anderer Freund vom reichen Mann erzählt dem Knecht: „Ich habe geheiratet und kann nicht kommen. Bitte entschuldige mich bei deinem Herrn!“

Nun lief der Knecht zurück und erzählte seinem Herrn, dass alle seine Freunde beschäftigt sind und nicht kommen können.

Da wurde der reiche Mann zornig und er sprach zu seinem Knecht: „Geh raus auf die Straßen und Gassen, zu den Hütten der Menschen, zu den Armen und Kranken und lade sie alle ein!“
Das tat der Knecht auch. Und alle eingeladenen Menschen, die sonst keiner um sich habe möchte, folgten der Einladung! Bald füllte sich der Tisch mit vielen Gästen.

Da saßen sie nun zusammen mit dem reichen Mann, der sie eingeladen hatte: die Armen und die Kranken, und die sonst ausgestoßenen Menschen. Sie freuten sich und ließen sich das große Abendmahl schmecken. Gemeinsam saßen sie am Tisch, unterhielten sich und bildeten eine große Gemeinschaft, waren offen für die Nöte des anderen, achteten sich gegenseitig und keiner war ausgeschlossen.


Wenn Gott einlädt, dann gilt das für alle Menschen. Keiner ist ausgeschlossen, jeder sollte die Einladung annehmen und offen sein für eine große vielfältige und bunte Gemeinschaft – egal woher einer kommt, welche Hautfarbe er hat, welche Sprache er spricht, ob er krank ist, arm oder reich. In der christlichen Gemeinschaft lernen wir uns wertschätzen und achten, haben ein offenes Ohr für die Menschen und helfen uns gegenseitig, so wie Jesus es uns gezeigt hat. Vor Gott sind alle Menschen gleich!

Lied: Komm, sag es allen weiter

  1. Komm, sag es allen weiter, ruf es in jedes Haus hinein! Komm, sag es allen weiter: Gott selber lädt uns ein.
    Sein Haus hat öffne Türen, er ruft uns in Geduld, will alle zu sich führen, auch die mit Not und Schuld.
  2. Komm, sag es allen weiter, ruf es in jedes Haus hinein! Komm, sag es allen weiter: Gott selber lädt uns ein.
    Wir haben sein Versprechen: er nimmt sich für uns Zeit, wird selbst das Brot uns brechen, kommt, alles ist bereit.
  3. Komm, sag es allen weiter, ruf es in jedes Haus hinein! Komm, sag es allen weiter: Gott selber lädt uns ein.
    Zu jedem will er kommen, der Herr in Brot und Wein. Und wer ihn aufgenommen, wird selber Bote sein.
    Komm, sag es allen weiter, ruf es in jedes Haus hinein! Komm, sag es allen weiter: Gott selber lädt uns ein.